Fotografie News - Landesverband Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

  • 30.09.2022 Hintergrundwissen

    Ein Pionier der konzeptuellen Fotografie wird ausgezeichnet

    Ian Wallace erhält eine der wichtigsten Kunstauszeichnungen Kanadas







    Der Audain Prize for the Visual Arts, eine Auszeichung, die von der Provinz British Columbia verliehen wird, geht in diesem Jahr an Ian Wallace für seine herausragenden künstlerischen Leistungen.

    Der Preis wurde von dem Sammler  Michael Audain und seiner Frau Yoshi Kurosowa gestiftet. Das Preisgeld beläuft sich auf 100,000 kanadische Dollar.

    Ian Wallace ist ein kanadischer Künstler, der in Vancouver, British Columbia, lebt und arbeitet. Wallace ist seit 1965 eine einflussreiche Persönlichkeit in der Entwicklung der international anerkannten fotografischen und konzeptuellen Kunstpraxis in Vancouver.

    Ian Wallace ist bekannt für seine konzeptuell anglegte Kunst, seine Malerei und seine großformatigen auf Wänden angebrachten fotografischen Arbeiten. Er verhandelt die Beziehung zwischen Malerei und Fotografie in der Gegenüberstellung monochromer Gemälde mit Fotografien und problematisiert dabei Unterschiede zwischen den beiden Medien.

    Wallace lehrte Kunstgeschichte an der University of British Columbia und war später auch an der Vancouver School of Art tätig. Die Kenntnis des künstlerischen Erbes und der Kunstgeschichte ist aus seiner Sicht von zentraler Bedeutung für jede Form zeitgenössischer Kunstproduktion. Mit seiner Lehrtätigkeit beeinflusste er ein ganze Generation von Künstlern, die der Region Vancouver entstammen. Dazu gehören Jeff Wall, Ken Lum, Stan Douglas, Roy Arden und Rodney Graham.

    1998 präsentierte das Sprengel Museum vom 25.2. bis 10.5.98 die Ausstellung: „ÜBER DIE WELT: IAN WALLACE. CLAYOQUOT PROTEST“, die den sogenannten „War of the Woods“ illustrierte, der aus einer Serien von Blockaden gegen den Kahlschlag im Clayocount Sound, Vancouver Island bestand. Das Buch Ian Wallace: Clayoquot Protest (August 9, 1993). 25.2.-10.5.1998, Sprengel Museum Hannover Taschenbuch – 1. Januar 1998 ist im Antiquariat erhältlich.

    “I’m at the studio seven days a week,” sagt Wallace, “taking care of business, trying to get my work out into the world and archiving what I’ve done so far.” Im Moment umfasst das die Arbeit an einem Buch, dass die von ihm verfassten 500 Essays beinhalten soll.

    Christoph Linzbach