Fotografie News - Landesverband Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern

  • 24.05.2022 Fototechnik

    Die neue Canon EOS R 7 mit APS-C-Sensor

    Canon bedient den Markt mit neuen APS-C Modellen




    Seit 2 Tagen häufen sich die ersten Einschätzungen im Netz über eine Neuheit von Canon, die aufhorchen lässt. Hier einige Infos zusammengefasst.

    Die Welt von Canon war bislang zweigeteilt. Auf der einen Seite gab es die sehr kleinen und leichten Kameras der EOS-M Serie. Dann die Vollformatboliden der EOS-R Serie.

    Die Welt dazwischen schien Canon zu vernachlässigen. Jetzt überschlagen sich im Netz die ersten Bewertungen der neuen Canon EOS R 7, die etwas größere Schwester der ebenfalls neuen EOS R10. Beide gehören zur EOS-R Serie, sind aber mit einem APS-C Sensor ausgestattet.

    Bei der  EOS R10  sorgt Kunststoff für eine niedriges Gewicht. Das Gehäuse der EOS R10 wiegt mit Akku und Speicherkarte 429 Gramm. Bei der EOS R7 wiegt da schon das Gehäuse mehr 612 Gramm. Das Gehäuse der EOS R7 wird aus Magnesium gefertigt und soll so einen besseren Schutz vor Wind und Wetter oder Stößen bieten. Der Gewicht ist für Langsstreckenläufer ein Vorteil. Andere brauchen den Wetterschutz für ihre Landschaftsfotografie.

    Beim Design orientieren sich die neuen Kameras an der EOS-R-Serie. Beide Kameras sind viel kleiner als eine Spiegelreflex und nur ein wenig größer als eine EOS M. Den Extraplatz nutzt Canon für große Griffe bei beiden Modellen.

    Eine der wichtigsten Neuerungen bei beiden Kameras ist der Bildprozessor, der viel schneller arbeitet als bei älteren Canon-Modellen und gleich mehrfach genutzt wird: für eine (etwas) bessere Bildqualität, vor allem bei wenig Licht, und für einen viel aufwendigeren Autofokus.

    Mit dem mechanischen Verschluss sind bis zu 15 Bilder pro Sekunde drin, mit dem elektronischen sogar noch mehr – die EOS R10 schafft dann bis zu 23 Bilder pro Sekunde, die EOS R7 sogar bis zu 30 Bilder pro Sekunde.

    Ein wichtiger Unterschied zwischen der EOS R10 und der EOS R7: In der EOS R7 steckt ein eingebauter Bildstabilisator. Der verhindert nicht nur Verwackler, wenn kein Stabi im Objektiv steckt, er verbessert auch die Wirkung des Objektivstabilisators. Canon gibt hier (abhängig vom montierten Objektiv) bis zu acht Blenden an. Wir wissen, dass solche Angaben mit Vorsicht zu genießen sind, aber richtig gut klingt das dennoch. Der Stabi der EOS R7 dürfte aktuell zu den besten gehören. Die EOS R10 hat keinen eingebauten Stabi, ein Tribut an das kleinere Gehäuse (und den Preis). Sie muss auch mit einem kleineren Sucher auskommen (Suchervergrößerung 0,59-fach), der Sucher der EOS R7 fällt da mit einer Suchervergrößerung von 0,71-fach deutlich größer aus.

    Bei den Videofunktionen legt Canon ordentlich nach. Die Canon EOS R7 und EOS R10 bringen reichlich Funktionen mit, die bislang deutlich teureren Canon-Modellen vorbehalten waren.

    So jetzt ist es genug mit den Infos aus dem Netz. Schaut euch selbst die aktuellen Videos an. Hier eines, dass mir gut gefallen hat.

    Christoph Linzbach


    https://fstoppers.com/reviews/first-look-brand-new-canon-eos-r7-mirrorless-camera-605819